In / closed kinetic chain = CKC) 11

In
der Literatur wird die Wahl von postoperativen Interventionen innerhalb der
Rehabilitation nach vorderen Kreuzbandrupturen kontrovers diskutiert. So auch
das Review von Melick et al., 2016, welches gesamthaft 90 Studien beinhaltet
und sich mit neun verschiedenen Interventionen beschäftigt. Eine dieser
Interventionen beinhaltete über das standardisierte Training in offener
und/oder geschlossener kinetischer Kette (open kinetic chain = OKC / closed kinetic
chain = CKC) 11 Studien; eine weitere
enthielt 21 Studien über das propriozeptive (Vibrations-) Training und eine weitere
ergriff 11 Studien über die elektromuskuläre Stimulation (EMS); in globo 43
Studien. Die Literaturrecherche des Reviews von Melick et al., 2016, fand von Januar
1990 bis Juni 2015 in den Datenbanken PubMed (Medline) und The Cochrane Library
statt und beinhaltete im Ganzen 90 Studien bestehend aus Metaanalysen, systematischen
Reviews, randomisierten kontrollierten Studien und Kohorten-Studien. Die
nachfolgenden drei Tabellen (Tabellen 1-3) enthalten jeweils die wichtigsten
Informationen für meine Arbeit (Art der Intervention, Outcome, Ergebnis), die
dem systematischen Review zu entnehmen waren. Leider fehlen genauere Angaben
über die Population, die verwendeten Messgrößen, die Messzeitpunkte und die
erhobenen Werte als auch die Angaben bzgl. der Studienqualität, was aufgrund
dessen zu einer begrenzten Vergleich- und Interpretierbarkeit führt.

Sowohl
die Elektromuskuläre Stimulation (EMS) (Imoto et al., 2011), das Propriozeptive
(Vibrations-) Training (Gokeler et al., 2014) als auch das standardisierte
Training in offener und/oder geschlossener 
kinetischer Kette (Andersson et al., 2009) zur postoperativen Behandlung
einer VKB-Rekonstruktion scheinen alle für sich gut geeignet zu sein, um den
Kraftaufbau des M. quadriceps femoris zu ermöglichen und zu fördern. Aus der
Studie geht hervor, dass alle Interventionen mehr oder weniger signifikante
Verbesserungen in Bezug auf Schmerz, Schwellung, Erguss, Knielaxität,
Funktionalität und subjektives Gefühl verursachen. Daher lässt sich vermuten,
dass eine Behandlung in deren Kombination zu eventuell noch besseren
Rehabilitationsfortschritten in den untersuchten Outcomes führen könnte.
Dennoch ist eine unumstößliche Aussage über deren Evidenz, als alleinige
Intervention oder auch in Kombination, nicht möglich, da hierfür wichtige Fragestellungen
über pre- und postoperative Rehabilitation, Messmethoden und Kriterien zum
Erreichen des höchsten Ziels, des „Return to play”-Status, unbeantwortet
bleiben.

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Summa
summarum schlussfolgern Melick et al., 2016, dass alle neun in deren Review
enthaltenen Interventionen zur Verbesserung der oben genannten Beschwerden beitragen
können und dass das Ziel der Rehabilitation eher zielorientiert als
zeitorientiert sein sollte.

Leider
konnten die Ergebnisse nicht messbar dargestellt und der vorherige funktionelle
Status nicht ermittelt werden. Ebenso sind die Studien bzgl. ihrer
Charakteristika und Forschungsschwerpunkte sehr heterogen, was zu einer
eingeschränkten Vergleichbarkeit führt.

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